GENfluenZer® · Andreas Wollermann
ECHO® Selbstcheck
Für Lehrkräfte
Nach einem schwierigen Moment mit Schülerinnen und Schülern – einem Konflikt, einer Eskalation, einem Gespräch, das nicht so lief wie erhofft. Dieser Check hilft dir, nicht nur zu reagieren, sondern zu verstehen.
Schritt 1 · Situation beschreiben
Emotionen erkennen
Der erste Fehler ist nicht zu wenig Wissen – sondern Emotionen zu unterschätzen.
Emotionen sind immer da. Die Frage ist nur, ob wir sie erkennen – oder ob sie uns unbemerkt steuern.
2 · Wie gut konnte ich erkennen, was die Schülerin / der Schüler emotional gerade durchgemacht hat?
3 · Habe ich meine eigene emotionale Reaktion unter Kontrolle gehabt – oder hat sie mein Handeln beeinflusst?
Chaos einordnen
Wer Chaos nicht einordnet, wird vom Lautesten gesteuert.
Chaos macht den Blick enger, die Geduld kürzer, die Reaktion impulsiver. Einordnung ist der Gegenentwurf.
6 · Wie klar hatte ich in dem Moment einen Überblick über das, was wirklich passiert war?
7 · Habe ich strukturell reagiert (ruhig, einordnend) – oder situativ (spontan, vom Moment getrieben)?
Haltung zeigen
Haltung heißt: innerlich klar sein, wenn es unruhig wird.
Junge Menschen prüfen nicht, ob jemand perfekt ist – sie prüfen, ob jemand lesbar ist. Ob Worte und Verhalten zusammenpassen.
9 · Habe ich in dieser Situation meine eigenen Werte gelebt – oder habe ich mich von der Situation treiben lassen?
10 · Wie klar und konsequent war ich – ohne dabei entwertend oder hart zu sein?
Orientierung geben
Orientierung heißt nicht, jede Antwort zu kennen – sondern einen Rahmen zu schaffen, in dem Menschen trotz Unsicherheit wissen, woran sie sind.
Die Zukunft wird nicht von den Lautesten gewonnen. Sie wird von denen besser gestaltet, die Orientierung geben können – ohne Komplexität zu verleugnen.
13 · Wie klar war für die Schülerinnen und Schüler nach dieser Situation: Was gilt? Was wird erwartet?
14 · Habe ich Richtung gegeben – oder hat die Situation einfach geendet, ohne dass jemand wusste, wie es weitergeht?
